Die Verbindung zwischen Legasthenie, Konzentrationsschwäche und Leseherausforderungen

Die Verbindung zwischen Legasthenie, Konzentrationsschwäche und Leseherausforderungen

Die Verbindung zwischen Legasthenie, Konzentrationsschwäche und Leseherausforderungen

Menschen mit Legasthenie, einer Lese-Rechtschreibschwäche, stehen oft vor verschiedenen Herausforderungen, die über das Lesen und Schreiben hinausgehen. Eine dieser Herausforderungen ist die Konzentrationsschwäche, die häufig mit Legasthenie in Verbindung gebracht wird. In diesem Artikel werden wir die mögliche Verbindung zwischen Legasthenie, Konzentrationsschwäche und den Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben genauer betrachten.

Die Verbindung zwischen Legasthenie und Konzentrationsschwäche

Es wird oft behauptet, dass Menschen mit Legasthenie auch an Konzentrationsschwäche leiden. Diese Annahme beruht auf der Beobachtung, dass Legasthenie-Betroffene oft Schwierigkeiten haben, sich über längere Zeiträume hinweg auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Es ist durchaus möglich, dass es eine Verbindung zwischen diesen beiden Herausforderungen gibt, jedoch ist es wichtig, die zugrunde liegenden Mechanismen zu verstehen.

Die Rolle der kognitiven Anstrengung

Menschen mit Legasthenie kämpfen oft mit dem Lesen und Schreiben von Texten. Diese scheinbar grundlegenden Aufgaben erfordern jedoch erhebliche kognitive Anstrengungen. Das Erkennen von Buchstaben, das Entschlüsseln von Wörtern und das Verstehen von Sätzen erfordern eine intensive Verarbeitung im Gehirn. Diese Prozesse können für Legasthenie-Betroffene viel zeitaufwändiger und anstrengender sein als für Personen ohne Lese-Rechtschreibschwäche.

Auswirkungen auf die Konzentration

Die intensive kognitive Anstrengung, die beim Lesen und Schreiben erforderlich ist, kann dazu führen, dass die verfügbare Konzentration schnell erschöpft wird. Dies kann erklären, warum Menschen mit Legasthenie Schwierigkeiten haben, ihre Aufmerksamkeit über längere Zeiträume aufrechtzuerhalten. Nach dem Lesen und Verstehen eines Abschnitts eines Textes mag die Konzentration bereits stark abgenommen haben, sodass es schwierig wird, die Aufmerksamkeit auf die nächste Aufgabe zu lenken.

Teufelskreis der Konzentrationsschwäche

Die Verbindung zwischen Legasthenie, Konzentrationsschwäche und Lese-Schwierigkeiten kann zu einem Teufelskreis führen. Hier ist, wie dieser Kreislauf funktioniert:

1. **Erforderliche Konzentration für das Lesen:** Aufgrund der Lese-Rechtschreibschwäche benötigen Legasthenie-Betroffene mehr Konzentration, um Texte zu lesen und zu verstehen.

2. **Schnell erschöpfte Konzentration:** Die intensive kognitive Anstrengung beim Lesen führt dazu, dass die Konzentration schneller aufgebraucht wird.

3. **Auswirkungen auf andere Aufgaben:** Da die Konzentration bereits stark beansprucht ist, bleibt weniger Energie und Aufmerksamkeit für andere Aufgaben übrig, sei es das Schreiben einer Antwort oder das Verstehen einer mathematischen Problemstellung.

4. **Frustration und Ermüdung:** Die Unfähigkeit, sich auf verschiedene Aufgaben angemessen zu konzentrieren, kann Frustration und Ermüdung hervorrufen, was wiederum die Gesamtleistung beeinträchtigt.

Strategien zur Bewältigung

Es ist wichtig zu betonen, dass Legasthenie nicht zwangsläufig zu einer dauerhaften Konzentrationsschwäche führen muss. Es gibt verschiedene Strategien, die helfen können, diesen Teufelskreis zu durchbrechen:

– **Pausen einplanen:** Regelmäßige Pausen während des Lesens und Schreibens können helfen, die Konzentration aufrechtzuerhalten, indem sie die mentale Erschöpfung reduzieren.

– **Konzentrationstraining:** Gezieltes Training der Konzentrationsfähigkeit kann dazu beitragen, die Aufmerksamkeit länger aufrechtzuerhalten.

– **Multisensorisches Lernen:** Ansätze, die mehrere Sinne ansprechen, wie beispielsweise das Hören von Texten während des Lesens, können die Verarbeitung erleichtern und die Konzentration verbessern.

– **Individuelle Unterstützung:** Individuelle Lernmethoden und Hilfsmittel, die den Bedürfnissen von Legasthenie-Betroffenen gerecht werden, können die kognitive Belastung reduzieren.

Fazit

Die Verbindung zwischen Legasthenie, Konzentrationsschwäche und den Herausforderungen beim Lesen und Schreiben ist komplex. Menschen mit Legasthenie stehen vor der doppelten Herausforderung, sich nicht nur mit den Schwierigkeiten des Lesens und Schreibens auseinanderzusetzen, sondern auch mit einer begrenzten Konzentrationsfähigkeit. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann dazu beitragen, gezieltere Unterstützungsmöglichkeiten zu entwickeln und Betroffenen effektiv zu helfen.

Wusstest du, dass es Richtlinien für Hausaufgabenzeiten gibt?

Sie sind relativ einfach im Internet zu finden. Schulrecht ist Sache der Bundes­länder und daher nicht einheitlich.

Die Vermutung das eine Konzentrationsschwäche vorliegt, ist nicht ungewöhnlich.

Jetzt stelle dir folgendes vor:

Du müsstest jedes Mal Silben neu erlesen, kleine Wörter erkennst du nicht wieder, die Struktur von Wörtern ergibt keinen Sinn und deshalb musst du dir alle Wörter jedes mal neu erschließen, das benötigt viel Kapazität des Gehirns, für diese Grundlagen, die andere nach relativ kurzer Zeit automatisiert durchführen.

Wenn diese Leistung jedes Mal erbracht werden muss, ist einfach viel Konzentration weg.

Es kann sehr gut sein, dass eine Konzentrationsschwäche zusätzlich vorliegt.

Doch es kann auch sein, dass eine Lese-Rechtschreib-Schwäche / Legasthenie vorliegt und der Konzentrationsverlust nur eine Folge ist.

Mein bester Rat: Vereinbare ein unverbindliches Beratungsgespräch mit mir. Dann kannst du über deine Erfahrungen und momentane Situation berichten und wir schauen uns die individuelle Situation deines Kindes anschauen.

 

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