Inhaltsverzeichnis
- Die Herausforderungen von Lese-Rechtschreib-Schwäche und Rechenschwäche
- 1. Vermeide negative Kritik und Herabsetzung
- 2. Vergleiche mit anderen Kindern schaden mehr, als sie nützen
- 3. Setze realistische Erwartungen, mit Unterstützung
- 4. Abwechslung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen
- 5. Berücksichtige die individuellen Bedürfnisse deines Kindes
- Jedes Kind kann mit der richtigen Unterstützung stark werden
- Was die Forschung sagt
- Verwendete Quellen
Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) / Legasthenie oder Dyskalkulie / Rechenschwäche stehen oft vor großen Herausforderungen. In diesem Artikel erfährst du, welche 5 Dinge du unbedingt vermeiden solltest und wie du dein Kind bestmöglich unterstützen kannst, um Hindernisse zu vermeiden und es auf seinem Weg zu stärken. Erfahre, wie individuelle Förderung und angepasste Lernmethoden den Unterschied machen und deinem Kind helfen, erfolgreich zu lernen!
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Die Herausforderungen von Lese-Rechtschreib-Schwäche und Rechenschwäche
Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) / Legasthenie oder Dyskalkulie / Rechenschwäche haben es oft schwerer, ihre Lernziele zu erreichen. Diese Teilleistungsschwächen beeinträchtigen sie im Alltag und in der Schule, und das oft, obwohl sie ebenso intelligent und fleißig wie ihre Mitschüler sind. Eltern und Lehrkräfte spielen hier eine entscheidende Rolle. Mit den richtigen Strategien kannst du dazu beitragen, dass dein Kind trotz LRS oder Rechenschwäche an Selbstvertrauen gewinnt und seine schulischen Ziele erreicht.
5 wichtige Punkte zur Unterstützung von Kindern mit LRS und Rechenschwäche
- Positives Umfeld schaffen: Vermeide negative Kritik, um das Selbstvertrauen zu stärken.
- Nicht mit anderen vergleichen: Jedes Kind lernt im eigenen Tempo.
- Realistische Erwartungen setzen: Gib deinem Kind Zeit und Unterstützung.
- Abwechslungsreiche Lernmethoden nutzen: Nutze kreative Lernansätze für mehr Motivation.
- Individuelle Bedürfnisse beachten: Passe den Lernstil an die Stärken deines Kindes an.
1. Vermeide negative Kritik und Herabsetzung
Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) / Legasthenie oder Dyskalkulie / Rechenschwäche wissen oft sehr gut, dass sie Schwierigkeiten haben. Negative Kritik oder ständiges Hinweisen auf Fehler kann ihr Selbstbewusstsein erheblich schwächen. Stattdessen sollten Eltern und Lehrer Erfolge, auch die kleinen, feiern und Fortschritte betonen. Positives Feedback und ein unterstützendes Umfeld sind unerlässlich, um das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken. Wenn dein Kind aus solchen Erfahrungen schon Sätze wie „Ich bin zu dumm“ übernommen hat, findest du in „Wenn dein Kind sagt ‚Ich kann das sowieso nicht'“ Wege, das zu verändern.
2. Vergleiche mit anderen Kindern schaden mehr, als sie nützen
Es ist verlockend, die Leistungen deines Kindes mit denen anderer zu vergleichen. Doch gerade Kinder mit Teilleistungsschwächen fühlen sich dadurch oft überfordert und entmutigt. Statt Vergleiche anzustellen, sollten die individuellen Fortschritte deines Kindes in den Vordergrund gestellt werden. Jeder kleine Erfolg zählt! Solche Vergleiche sind einer der häufigsten Auslöser für äußeren Druck, mehr dazu in „Druck bei LRS und Rechenschwäche: Diese Warnsignale solltest du kennen“.
„Mit Geduld, positiver Bestärkung und individuellen Lernmethoden können Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Rechenschwäche ihre Stärken entdecken und erfolgreich sein.“
— Mio Lindner
3. Setze realistische Erwartungen, mit Unterstützung
Zu hohe Erwartungen ohne die nötige Unterstützung können Kinder mit LRS oder Dyskalkulie leicht überfordern. Es ist wichtig, deinem Kind die Zeit zu geben, die es braucht, um Lernziele zu erreichen. Individuell angepasste Lernstrategien und die richtige Begleitung durch Eltern, Lehrer und gegebenenfalls Lerntherapeuten sind entscheidend.
4. Abwechslung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen
Kinder mit LRS und Rechenschwäche benötigen oft kreative Lernmethoden. Monotone Lernansätze führen schnell zu Frustration. Setze auf visuelle Hilfsmittel wie Mindmaps, technologische Unterstützung durch Lern-Apps oder abwechslungsreiche Übungen. So wird das Lernen für dein Kind wieder spannend und motivierend. Es gibt dabei aber keine Pauschal-Methode, die für jedes Kind gleich gut funktioniert: Wichtiger als die Methode selbst ist, erst einmal herauszufinden, wo dein Kind wirklich steht, mehr dazu in „Lernförderung zu Hause bei LRS oder Rechenschwäche: Was wirklich wirkt“.
5. Berücksichtige die individuellen Bedürfnisse deines Kindes
Kein Kind ist wie das andere, und das gilt besonders für Kinder mit LRS oder Rechenschwäche. Finde heraus, welche Lernstrategien am besten zu deinem Kind passen. Ob visuelle, auditive oder spielerische Ansätze: Der individuelle Lernstil deines Kindes sollte im Mittelpunkt stehen, um bestmögliche Fortschritte zu erzielen.
Jedes Kind kann mit der richtigen Unterstützung stark werden
Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Rechenschwäche müssen oft einen schwereren Weg gehen, aber das bedeutet nicht, dass sie diesen nicht erfolgreich meistern können. Mit positiver Bestärkung, individuell angepassten Lernmethoden und realistischen Erwartungen können Eltern und Lehrer den Lernprozess so gestalten, dass das Kind Selbstvertrauen gewinnt und Fortschritte macht.
Fazit: Geduld, Unterstützung und individuelle Förderung sind entscheidend
Die Unterstützung eines Kindes mit LRS oder Rechenschwäche erfordert Geduld und Verständnis. Mit positiven Rückmeldungen, einer individuellen Lernstrategie und der nötigen Hilfe von außen, kann jedes Kind seine eigenen Stärken entdecken und erfolgreich sein, sowohl in der Schule als auch im späteren Leben. Willst du wissen, welcher Mut deinem Kind stattdessen hilft, lies auch „5 Mut-Strategien, die bei LRS & Rechenschwäche wirklich helfen“.
Was die Forschung sagt
Dass individuell abgestimmte Förderung besser wirkt als ein einzelner, für alle gleicher Ansatz, zeigt eine Metaanalyse über 180 Interventionsstudien zu Kindern mit Lernstörungen: Kombinierte, auf das einzelne Kind zugeschnittene Interventionsmodelle erzielten deutlich stärkere Effekte als generische Einzelansätze.
Mehr zum Thema in meiner Podcastfolge „Diese 5 Fehler machen alles schlimmer bei LRS & Rechenschwäche“.
Verwendete Quellen
Swanson, H. L., & Hoskyn, M. (1998). Experimental intervention research on students with learning disabilities: A meta-analysis of treatment outcomes. Review of Educational Research, 68(3), 277–321. doi.org/10.3102/00346543068003277

