Erfolgsgeschichte-Hannah

Wie positive Erlebnisse das Selbstvertrauen deines Kindes stärken

Inhaltsverzeichnis

Kleine Riesen und ihre Erfolgsgeschichten

Immer wieder erlebe ich, wie beeindruckend die Erfolge unserer „kleinen Riesen“ sind. Manchmal ist es eine kleine Alltagsfreude, manchmal ein riesiger Durchbruch. Beides stärkt das Selbstvertrauen und macht mutiger für den nächsten Schritt.

Das Wachstum durch positive Erlebnisse

Kinder, die zu uns in die Lerntherapie kommen, haben in der Schule meist schon mehr negative als positive Erfahrungen gesammelt. Misserfolg löst Selbstzweifel aus, Selbstzweifel schüren Angst vor der nächsten Aufgabe, und diese Angst begünstigt den nächsten Misserfolg. Einer der Gründe, warum reines Üben allein selten reicht: Wer sich längst für unfähig hält, traut sich neue Lerninhalte gar nicht erst richtig zu.

Positive Erlebnisse wirken genau hier als Gegenkraft. Seelische Widerstandsfähigkeit ist dabei keine seltene Eigenschaft weniger besonders robuster Kinder, sondern etwas, das über verlässliche positive Erfahrungen und Beziehungen bei jedem Kind wachsen kann. Für unsere „kleinen Riesen“ heißt das: Jeder einzelne positive Moment, und sei er noch so klein, kann ein erster Riss in diesem Muster sein.

Die Gemeinsamkeit der „kleinen Riesen“

Trotz aller Unterschiede eint unsere „kleinen Riesen“ ein Merkmal: Bevor sie zu uns kommen, haben viele den Glauben an ihre eigenen Erfolge verloren. Diesen Glauben wiederherzustellen ist in der Lerntherapie mindestens so wichtig wie die reine Fachförderung.

Die Erfolgsgeschichte von Hannah

Hannahs Geschichte (Name geändert) zeigt, wie viel ein einziger positiver Moment bewirken kann. Sie saß auf der Couch und schaute einen Film, als das Telefon klingelte: ihre Lehrerin, die mit ihrer Mutter sprechen wollte. Sofort hatte Hannah Herzklopfen und Angst, etwas falsch gemacht zu haben, sie konnte dem Film gar nicht mehr folgen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit wollte die Lehrerin dann sie selbst sprechen. Es ging um die letzte Klassenarbeit: Es habe eine Eins gegeben, sagte die Lehrerin, und sogar mehrere Fünfen. Hannah war überzeugt, zu den Fünfen zu gehören. Doch die Lehrerin betonte, es habe nur eine einzige Eins gegeben. „Rate mal, wer die Eins hat?“, fragte sie. Hannah antwortete schüchtern: „Ich?“ „Ja!“, rief die Lehrerin. Hannah weinte vor Freude.

Genau das ist die Wirkung, die wir in der Lerntherapie gezielt aufbauen wollen: nicht ein einmaliges Glücksgefühl, sondern der Beweis, den ein Kind ab diesem Moment selbst in der Hand hält, dass Erfolg für sie oder ihn möglich ist.

Eine Strategie für Lernerfolge

Möchtest du auch die Erfolge deines Kindes feiern? Gemeinsam entwickeln wir eine Strategie, die genau an diesem Punkt ansetzt, in einem persönlichen Beratungsgespräch besprechen wir gerne, wie das für dein Kind aussehen kann.

Fünf konkrete Techniken, mit denen du diese Wirkung schon im Alltag zu Hause anstoßen kannst, findest du in „Wenn dein Kind nicht mehr an sich glaubt“.

(Die Buchung läuft über das Duden Institut International-Online, das ich selbst gegründet habe, kein anderer Anbieter.)

Hannah erzählt: Ich saß auf der Couch und guckte einen Film, als das Telefon klingelte. Es war meine Lehrerin, die meine Mama sprechen wollte. Ich hatte starkes Herzklopfen und Angst, dass ich etwas falsch gemacht hätte.
Hannah erzählt weiter: Die Lehrerin wollte dann mich sprechen und erzählte von der letzten Klassenarbeit: eine Eins und sogar mehrere Fünfen. Ich dachte, ich habe eine Fünf.
Hannah erzählt zu Ende: Die Lehrerin fragte, wer die Eins hat. Ich antwortete schüchtern: Ich? Sie rief: Ja! Ich weinte vor Freude.

Was die Forschung sagt

Der beschriebene Kreislauf aus Misserfolg, Selbstzweifel und wachsender Vermeidung ist in der Lerntherapie als „Teufelskreis Lernstörungen“ ein etabliertes Erklärungsmodell (Betz & Breuninger, 1982). Dass positive Erfahrungen diesen Kreislauf durchbrechen können, deckt sich mit Befunden aus der Resilienzforschung: Seelische Widerstandsfähigkeit entsteht danach nicht aus angeborener Besonderheit, sondern aus alltäglichen, verlässlichen positiven Erfahrungen und unterstützenden Beziehungen, die grundsätzlich jedem Kind zugänglich sind (Masten, 2001).

Verwendete Quellen

  • Betz, D., & Breuninger, H. (1982). Teufelskreis Lernstörungen: Analyse und Therapie einer schulischen Störung. München/Wien/Baltimore: Urban & Schwarzenberg. d-nb.info/820394742
  • Masten, A. S. (2001). Ordinary magic: Resilience processes in development. American Psychologist, 56(3), 227–238. doi.org/10.1037/0003-066X.56.3.227