Manche Kinder brauchen für denselben Lernschritt einfach länger. Nicht weniger. Nur länger.
Das ist keine Ausnahme bei Legasthenie / LRS oder Dyskalkulie / Rechenschwäche. Das ist die Regel.
Trotzdem erlebe ich in meiner Arbeit als Lerntherapeut immer wieder Eltern, die sich Sorgen machen, weil ihr Kind noch nicht das kann, was die Klassenkameraden längst können. Diese Sorge ist verständlich. Sie kommt aus Liebe.
Aber sie hilft niemandem weiter.
Was hilft: Geduld. Ruhe. Und der Blick auf das, was sich bereits verändert hat, nicht nur auf das, was noch fehlt.
Das ist auch psychologisch begründet: Kinder, die ihre eigenen kleinen Fortschritte bewusst wahrnehmen, entwickeln dadurch mehr Zutrauen in die eigene Lernfähigkeit, ihre sogenannte Selbstwirksamkeit (Klassen, 2010). Und genau dieses Zutrauen entscheidet oft mehr über den weiteren Lernweg als das Tempo selbst.
Ein Fortschritt ist nie zu klein, um ihn zu feiern. Auch nicht der zehnte kleine Schritt in dieselbe Richtung.
Das gilt nicht nur für den Neujahrsvorsatz. Das gilt jeden Tag.
Falls du unsicher bist, ob das Tempo deines Kindes noch im normalen Rahmen liegt, oder was wirklich hilft: Lass uns das in einem kostenlosen, unverbindlichen Erstgespräch gemeinsam anschauen.
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Quellen
- Klassen, R. M. (2010). Confidence to Manage Learning: The Self-Efficacy for Self-Regulated Learning of Early Adolescents with Learning Disabilities. Learning Disability Quarterly, 33(1), 19–30. Volltext
